Bernhard August von Lindenau

Bernhard August von Lindenau

 

Bernhard August von Lindenau  wurde am 11. Juni 1779 auf dem Rittersitz Pohlhof seiner Familie in Altenburg geboren, wo er auch am 21. Mai 1854 gestorben ist.

Er war Jurist und Astronom, leitender sächsischer Staatsminister und Ehrenbürger Dresdens.

Lindenau studierte Jura, Kameralwissenschaften und aus Liebhaberei Astronomie. 1797 kehrte Lindenau als promovierter Jurist nach Altenburg zurück, wo er zunächst als Assessor beim Kammerkollegium arbeitete, seit 1801 wohnte er in Gotha.

Seit 1804 war er Direktor der Sternwarte auf dem Seeberg und verfasste in dieser Zeit eine Vielzahl astronomischer Schriften. Bis 1826 war Lindenau als hoher Staatsbeamter in altenburgischen und gothaischen Diensten,  1827 wurde er in königlich-sächsische Dienste übernommen.

In Sachsen bekleidete Lindenau zwei Jahre die Stelle eines Gesandten beim Bundestag, wurde 1829 in Dresden Geheimrat und bekam zugleich die Oberaufsicht über die Kunst- und wissenschaftlichen Sammlungen. Von 1830 bis 1843 wirkte Lindenau als sächsischer Kabinettsminister bzw. Vorsitzender des Gesamtministeriums und stand zudem bis 1834 dem Ressort Inneres vor, behielt auch danach die Oberaufsicht über die Kunstakademie. 1834 gehörte Lindenau zu den Gründungsmitgliedern des Gewerbe-Vereins und wohnte in dieser Zeit in der Klostergasse 225.

Am 4. September 1831 wurde die erste sächsische Verfassung unterzeichnet, an deren Ausarbeitung Lindenau maßgeblichen Anteil gehabt hatte. In der Folge entstanden unter Lindenaus Leitung und der Federführung von Justizminister von Könneritz viele fortschrittliche Gesetze und Verordnungen, zum Beispiel eine Städteordnung (1832), ein Schulgesetz (1835), die Neuorganisation der Kunstakademie (1836) und eine Armenordnung (1840). Besondere Verdienste erwarb sich Lindenau um die Hebung des Bauernstandes und um die Gleichberechtigung aller Bürger vor dem Gesetz. Lindenau trat 1843 aus gesundheitlichen Gründen zurück und kehrte nach seiner Pensionierung nach Altenburg zurück. Lindenau hinterließ einen großen Teil seines Vermögens gemeinnützigen Stiftungen.

1843 würdigte Dresden Lindenau mit der Ehrenbürgerschaft. Der Bernhard-von-Lindenau-Platz, die Lindenaustraße, die Bernhardstraße sowie unsere 49. Grundschule tragen seinen Namen.

 

Quelle: http://www.stadtwikidd.de/wiki/Bernhard_August_von_Lindenau