Schulchronik

Die Geschichte der Schule seit 1968

Nach umfangreicher Sanierung unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten mit der Authentizität von 1968 wurde unsere Schule nahezu 50 Jahre nach Gründung für unsere Schulgemeinschaft am 9. April 2018 wieder eröffnet. Gehen Sie mit uns auf eine Zeitreise durch die verschiedenen gesellschaftlichen Epochen.

 

1953 begann auf dem zerstörten Gebiet der Südvorstadt im sogenannten Bayrischen Viertel ein groß angelegter Wohnungsneubau, meist in traditioneller Ziegelbauweise. Die bestehenden Schulen waren dadurch restlos überfüllt. So gab es schon seit 1963/64 erste Überlegungen zur Gründung mindestens einer neuen Schule in dieser Region. Bis dahin waren die Zugänge in vier bestehende Schulen an feste Einzelschulbezirke geregelt.

  • Die 3. Oberschule „Georg Schumann“ (Name seit 1981) auf der Bernhardstraße 18, danach Fritz-Löffler-Gymnasium, jetzt denkmalpflegerisch saniert als Ehrenfried-Walther-von-Tschirnhaus-Gymnasium
  • Die 14. Oberschule „Heinrich Greif“ auf der Schweizer Straße 7, beherbergt heute die 14. Grundschule "Im Schweizer Viertel" und die Robinsonschule
  • Die 39. Oberschule „Fritz Schulze“ auf der Schleiermacherstraße 8, beherbergt heute die 39. Grundschule
  • Die 55. Oberschule „Heinz Steyer“ (Name seit 1969) auf der Nöthnitzer Straße 6, beherbergt heute die 55. Oberschule  "Gottlieb Traugott Bienert"

Das heutige Gymnasium Plauen auf der Kantstraße unterrichtete bereits zu dieser Zeit als Erweiterte Oberschule Dresden-Süd (ab 1975 „Friedrich Engels“) Schüler der Klassen 9 bis 12.

 

1965

Am 14. Mai erfolgte eine Standortbegehung an der Würzburger Straße/ Bernhardstraße mit folgenden  Festlegungen:

  1. Baubeginn einer neuen Schule im 2. Halbjahr 1966
  2. Montage der Schule im Frühjahr 1967
  3. Umsetzung der sich auf dem Gelände befindlichen Gärtnerei
  4. Beschaffung von Wohnraum für 2 Personen (Hausmeister)
  5. Ersatzbeschaffung für den Schulgarten der 55. OS

Am 20. Dezember erfolgte daraufhin die Planungsanfrage und die Vorstellung des Standortes im Dresdner Stadtrat.

 

1966

Am 17. Februar wurde der Investitionsleistungsvertrag Nr. 1/66 zwischen der Bauleitung des Rates der Stadt Dresden und dem Rat des Stadtbezirkes Dresden, Abteilung Volksbildung, unterzeichnet. Zitat aus dem Schreiben des Stadtschulrates an den damals vorgesehenen stellvertretenden Schulleiter Herrn Haese zur Festlegung des Schulnamens 49.Oberschule vom 17. Juni 1966.

 

„Die ursprünglich vorgesehene Bezeichnung 46. Oberschule wurde nachträglich zurückgezogen, da diese Bezeichnung für eine eventuelle Erweiterung in Nickern vorgesehen ist. Das Haus B der 79. Oberschule in Nickern (heute Kindergarten auf der Fritz-Meinhardt-Straße) trug früher die Bezeichnung 46. Oberschule. Bei dem weiteren Aufbau der Stadt Dresden ist damit zu rechnen, dass diese Schule wieder selbständig wird.“

 

Am 17. August wurde ein Antrag auf Erteilung der Hausnummer 80 für den Schulneubau auf der Bernhardstraße gestellt. Vom 7. September gibt es ein offizielles Schreiben vom Rat der Stadt Dresden zur Gründung der 49. Oberschule auf der Bernhardstraße 80 in 8027 Dresden. Bei dem bestätigten Projekt handelt es sich um eine 20-klassige polytechnische Oberschule in Wandbauweise 2 Mp.

Der Termin der Abnahme und Übergabe der fertiggestellten Investitionsleistungen sollte der 1. September 1967 sein. Der errechnete Gesamtpreis belief sich auf insgesamt 3300000 MDN (Mark der Deutschen Notenbank) inklusive ca. 400000 MDN für die Ausstattung der Schule.

 

Schon am 5. Oktober erfolgte die Entwurfsbesprechung im VEB Dresdenprojekt zur Gestaltung der Freiflächengestaltung und am 17. Oktober die Grundsteinlegung mit Montagebeginn (ursprünglicher Termin war der 3. Oktober 1966). Die kulturelle Umrahmung der Feierstunde übernahmen drei Pioniergruppen der 55. Oberschule „Heinz Steyer“ in Anwesenheit der Baubrigaden, des vorgesehenen Direktors Herrn Lachmuth, des Kollegen Zöltsch von der Bauleitung des Rates der Stadt Dresden und den Genossen Gieße und Haese vom Rat des Stadtbezirkes Dresden, Abteilung Volksbildung.

 

Schon 5 Wochen später konnte am 22. November die Fertigstellung des Fundaments der Schule und der Turnhalle vermeldet werden. Die Abteilung Volksbildung Stadtbezirk Dresden-Süd luden die Direktoren der 3. OS, 14. OS, 39. OS und 55. OS im Beisein des neuen Direktors der 49. Oberschule Herrn Lachmuth zu Festlegungen für die Klassenbildung in einer Direktorenbesprechung ein.

Geplant wurde die Schuleröffnung am 1. September 1967 mit insgesamt 20 Klassen der 1. bis 9. Klassenstufen. Dabei sollten gleich 20 bestehende Klassen mit ihren Lehrkräften aus verschiedenen Jahrgängen dieser vier Schulen übernommen werden (sechs von der 3. OS, eine von der 14. OS, fünf von der 39. OS und acht Klassen von der 55. OS).

 

Für den neuen Schulbereich gab es folgende Straßenzuordnungen:

  • Würzburger Straße beidseitig
  • F. C. Weiskopfstraße (heute Chemnitzer Straße) von Nürnberger bis Kronacher Straße (heute Bienertstraße)
  • Kronacher Straße ab F. C. Weiskopfstraße bis Zwickauer Straße
  • Zwickauer Straße ungerade Hausnummern
  • Nürnberger Straße gerade Hausnummern
  • Liebig- und Hübnerstraße bis Würzburger Straße

Durch verschiedene Probleme im Baufortschritt konnte der Eröffnungstermin zum Beginn des Schuljahres 1967 nicht gehalten werden. Die geplanten Klassen begannen das Schuljahr noch in ihren Ursprungsschulen.

Schlüsselübergabe am 4.März 1968 im benachbarten Park

1968

Am 12. Februar gab es noch vor der offiziellen Eröffnung die erste Zusammenkunft des neuen Lehrerkollegiums zum Pädagogischen Rat unter Leitung des ersten Direktors Hasso Lachmuth. Die Schüler der 1. bis 9. Klassen, das Lehrer- und Hortkollegium und die technischen Kräfte erlebten am 4. März 1968 die feierliche Eröffnung ihrer Schule mit einer Blaskapelle. Der Schlüssel wurde im angrenzenden Park an den Direktor übergeben. Schulhaus und Sporthalle waren bezugsfertig.

 

Allerdings fehlten noch die Einrichtungen für die Fachunterrichtsräume, auch das Außengelände und die Fahnenstangen auf dem Appellplatz vor dem Haupteingang wurden erst im August 1969 übergeben. Das Hausmeisterehepaar Schmidt bezog in der 2. Etage eine separate Hausmeisterwohnung. Schulgebäude und Sporthalle wurden mit einer Kohleheizung beheizt (erwärmt), am Seiteneingang befand sich dafür ein Kohleplatz.

Der Heizer war bei der Energieversorgung Dresden angestellt, oft gab es allerdings in den Anfangsjahren Klagen über zu geringe Temperaturen in der Hausmeisterwohnung und am Nachmittag in den Horträumen. Da die angestellten Heizer in den Sommermonaten nicht benötigt wurden, wurden sie als Heizer in der Dresdner Dampferflotte eingesetzt. Der Schulgarten und ein Teil der Sportanlagen befanden sich noch bis 1995 auf dem jetzigen Grundstück des Hauses Würzburger Straße 56.

 

Durch die verstärkte polytechnische Ausrichtung der Oberschulen in der DDR wurde jeder Schule mindestens ein Patenbetrieb zugeordnet. Am 10. April 1968 wurde der Patenschaftsvertrag mit dem VEB Industriesiebe und Drahtförderbänder (Zwickauer Straße 33) unterzeichnet.

Seit dem 1. September konnte der Schulgarten mit 600 qm Nutzfläche und einem Frühbeet genutzt werden. Der Unterricht erfolgte bis 1970 in den 1. bis 6. Klassen, bis 1972 bis zur 5. Klasse und danach nur noch in den Unterstufenklassen 1 bis 4.

1969

Die meisten Schulen in der Großstadt Dresden wurden nummeriert und erhielten zusätzlich einen Schulnamen, der durch das Lehrerkollektiv beantragt wurde.

 

Am 7. Juli fasste der Pädagogische Rat der Schule den Beschluss zur Beantragung des Schulnamens „Juri Gagarin“, der am 12. April 1961 als erster Mensch der Welt für 108 Minuten als Kosmonaut der damaligen Sowjetunion die Erde umkreist hatte.

 

1970

Am 19.März gab es den Beschluss des Dresdner Stadtrates zur Namensverleihung „Juri Gagarin“. Die Zustimmung des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten wurde schon im November 1969 positiv befürwortet.

 

So konnte rechtzeitig am 12. April 1970 anlässlich des 9.Jahrestages des Weltraumfluges die Namensverleihung in 49. Oberschule „Juri Gagarin“ erfolgen.

Im gleichen Jahr änderte die Stadt Dresden auch den Straßennamen von Bernhardstraße in Ho-Chi-Minh-Straße, benannt nach dem vietnamesischen Präsidenten, der 1969 verstorben war, 1991 Zurückbenennung in Bernhardstraße.

Namensgebung 1970

1971

Der VEB Kraftverkehr wurde als neuer Patenbetrieb zugeteilt, es erfolgte nun endlich die Einrichtung der Fachkabinette für Chemie, Physik und Biologie im Westflügel der Schule. Schon in den Anfangsjahren gab es drei Jahre nach Eröffnung erste Beanstandungen zu Baumängeln im Gebäude und in der Sporthalle

(Anstrich der Fenster, Risse in den Putzdecken, Erneuerung Treppenbelag, Heizungsanlage schaffte die durchgängige Raumtemperatur nicht, durch Projektierungsfehler platzten sehr stark die eingebauten Glasziegel an der Turnhallenwand).

 

1973

Im März übernahm Direktor Lachmuth die Neugründung der 110. Oberschule in Dresden Zschertnitz, die stellvertretende Schulleiterin Frau Stoschek übernimmt daraufhin für ein Jahr die Funktion der Direktorin. Von 1974 bis 1977 wird Klaus Wagner Direktor der 49. POS.

erster Direktor der 49.Oberschule

Sporthalle noch mit den Glasbausteinen an der Seitenwand

1977

An der seitlichen Wirtschaftseinfahrt werden zwei Garagen errichtet. Im Eingangsbereich des Haupteingangs gestaltet der Künstler Dieter Bock von Lennep das Wandbild „Mensch-Technik-Zukunft“ und die Collage „Juri Gagarin“.

Ab diesem Schuljahr leitet Herr Jörg Knott bis Februar 1980 die Schule.

 

1979

Zwei Jahre nach den Kunstwerken im Foyer wird die Sichtachse durch die Errichtung der Rakete im Innenhof, die aus Schrottteilen erbaut und am 26. November eingeweiht wurde, erweitert. Zu Ehren des 30. Jahrestages der DDR wird am 7. Oktober im Erdgeschoss ein Traditionszimmer eingeweiht, welches mit zahlreichen Ausstellungsmaterialien zu Juri Gagarin ausgestattet wird.

 

In diesem Jahr werden auch zwei bautechnische Mängel beseitigt. Nach dem glimpflich verlaufenen Absturz eines Schülers zwischen Treppengeländer und Wand im April 1978 werden in allen Etagen Absturzsicherungen eingebaut.

 

In der Turnhalle werden die Glasbausteine an der westlichen Wand abgerissen und durch Mauerwerk ersetzt.

Errichtung der Plastik im Innenhof durch Dieter Bock von Lennep

1980-1982

Anfang der 80iger Jahre kommt es zu häufigen Wechseln in der Leitung der Schule. Im 2.Schulhalbjahr übernimmt Herr Klaus Koch für ein halbes Jahr diese Stelle, ihm folgt kommissarisch ab 1981 Frau Sonnhild Kurze, die dann ab dem Schuljahr 1982 die Belange der Schule als Direktorin bis in die Wendezeit im Februar 1991 vertritt.

 

1988

In den 30 Jahren der Geschichte im DDR-Schulsystem wurde die 49. Oberschule oft von Delegationen aus verschiedenen Ländern besucht. Jede Besuchsgruppe hat sich in ein noch vorhandenes Gästebuch eingetragen. Die pädagogischen und politischen Besucher kamen aus der damaligen Sowjetunion, Sowjetlitauen, Belgien, Kuba, Libanon, Großbritannien, Rumänien, Chile, Norwegen, Mongolische Volksrepublik, Jugoslawien, Polen und Frankreich.

 

Ab diesem Schuljahr werden Schüler mit besonderen Leistungen mit dem Titel „Gagarin-Schüler“ geehrt.

Schulgebäude 1990 noch mit dem Schornstein des Heizhauses

1989

Am 7.November, zwei Tage vor dem Fall der Mauer, werden alle Schuldirektoren über folgende schulische Maßnahmen informiert:

  • der Lehrplan Staatsbürgerkunde Klassen 9/10 tritt außer Kraft
  • Im Fach Geschichte Klasse 10 werden im Schulhalbjahr keine Noten erteilt
  • die bereits festgelegten schulfreien Samstage bleiben bestehen
  • der Wehrunterricht und die Tage der Wehrbereitschaft in den Klassen 9 und 10 entfallen, ebenfalls das Wehrlager Kl. 9
  • Ausreiseschüler dürfen ihre DDR- Zeugnisse mitnehmen
  • Studenten des 5.Studienjahres werden im Unterricht eingesetzt
  • Direktoren werden für Überstunden bezahlt

Schon im November wird die erste Schülermitwirkung „Schülerbund“ gegründet

 

1991

Am 7. Januar tagt die Schulkonferenz und lehnt die Diskussion zur Aberkennung des Namens „Juri Gagarin“ ab. Das Thema wird danach nie wieder besprochen und wird auch in keinem Protokollbuch mehr erwähnt, der Schulname „Juri Gagarin“ verschwindet ohne Beschluss.

 

In allen Schulen werden nun Diskussionen zur Umstrukturierung der Schullandschaft besprochen. Am 23. Januar berät dazu der Pädagogische Rat und schlägt einen Schulverbund mit der 55. POS vor.

Herr Brümmer leitet ab dem zweiten Schulhalbjahr 1990/91 kommissarisch die Schule für Frau Kurze. Herr Meyer, bis dahin Lehrer an der benachbarten 55. POS, übernimmt ab dem Schuljahr 1991/92 die Schulleiterstelle der Schule, Frau Weinmar wird stellvertretende Schulleiterin.

 

Die Schuleinführung der fünf 1. Klassen findet in der Auferstehungskirche Dresden-Plauen statt.

 

1992

Aus der 49. POS (inzwischen ohne Schulnamen) wird ab dem Schuljahr 1992/93 die eigenständige 49. Grundschule. Zu den damaligen Unterstufenlehrerinnen kommen noch Kolleginnen aus anderen umstrukturierten Schulen dazu. In diesem ersten Grundschuljahr werden in 15 Klassen 374 Schüler von 20 Lehrerinnen unterrichtet, darunter alle Unterstufenklassen der 55. POS. Schulleiter wird Herr Frank Meyer, stellvertretende Schulleiterin Frau Kerstin Meyer.

 

Da dieser Schultyp keinen Veranstaltungsraum besitzt, wird am 22.August erstmalig die Schuleinführung in einem Hörsaal der Technischen Universität Dresden durchgeführt. Zunächst im großen Hörsaal auf der Bergstraße, viele Jahre bis zur Sanierung 2014 im Barkhausenbau auf der Nöthnitzer Straße und danach im Hörsaal auf der George-Bähr-Straße.

 

Da auf den Fotos des ersten Grundschuljahres noch der Schornstein des Heizhauses zu sehen ist, wurde dieser vermutlich erst 1993/94 abgerissen, da er durch die Umstellung des Heizsystems auf Fernwärme nicht mehr benötigt wurde. Der Kohlelagerplatz wurde erst während der Sanierung 2017 abgerissen.

Von Juli bis Oktober wurden in der 55. Mittelschule die Heizungen, Sanitäranlagen, Elektrik und Dach der Schule erneuert sowie neue Fachkabinette eingebaut. In diesen 4 Monaten waren die Mittelschulklassen auch Gast in der 49. Grundschule.

1995

Am 8. August 1995 gründete sich der Förderverein und unterstützt die Schulgemeinschaft seitdem finanziell und inhaltlich.

Dazu gehört die Gestaltung des Schulhofes, die Gestaltung des Speisesaals, die Unterstützung der Ganztagsangebote, des Musiktheaters, des Talentefestes, der Sportwettkämpfe und die Aufnahme der Schulanfänger und auch die Verabschiedung der Schüler der 4. Klassen im Rathaus Plauen.

Der damalige Schulgarten an der Ecke Würzburger Straße/Bernhardstraße war Dank des unermüdlichen Einsatzes der Kollegin Hädrich ein echtes Vorzeigeobjekt. Leider musste die Stadt diese Fläche an die ehemaligen Eigentümer für den Bau des Wohnhauses Würzburger Straße abgeben. Bis zum Jahr 2012 hatte die Schule nun keinen Schulgarten mehr.

 

1996

Die geburtenschwachen Jahrgänge waren auch in den stark sinkenden Neuanmeldungen der Schulanfänger deutlich spürbar. Dieser Abwärtstrend setzte sich bis zum Schuljahr 2001/02 fort, in dem nur noch 160 Kinder in 8 Klassen unterrichtet wurden. Die frei gewordenen Räume nutzte nun eine Außenstelle des Berufsschulzentrums Dienstleistung und Gestaltung bis 2006, als die Schülerzahlen wieder anstiegen.

Da das Schulverwaltungsamt Dresden in dieser Periode einen neuen Schulnetzplan erstellte, bangten alle Grundschulen im Schulbezirk Plauen um ihren Erhalt. Letztendlich wurde 2009 die 126. Grundschule auf der Cämmerswalder Straße geschlossen, obwohl die Schülerzahlen schon wieder im Ansteigen waren.

 

1997

Im Förderverein entstand die Idee, die 4. Klassen in würdiger Atmosphäre aus unserer Grundschule zu verabschieden. Im Juni 1997 wurde dieser Vorschlag umgesetzt und seitdem empfangen die Schüler im Ratssaal im Rathaus Plauen feierlich ihre Jahreszeugnisse im Beisein der Familie.

 

1998

Das Kunstobjekt Rakete im Innenhof wurde durch die Klasse 4 (Klassenlehrerin Frau Hanel) in einer Projektwoche farblich neu gestaltet. Bei der Komplettsanierung 2017 wurden durch den Künstler Dieter Bock von Lennep wieder die Originalfarben aufgebracht.

 

1999/ 2000

Seit 1999 leitet Sabine Döhn als freischaffende Musikpädagogin die AG „Musiktheater“, die jährlich ein neues Musical zur Aufführung bringt. Mit dem Kindermusical „Max und Moritz“ begann die erfolgreiche Tradition, für die Aufführungen am Ende des Schuljahres sind alle Zuschauerplätze fast immer ausgebucht.

 

2006

Der Eigenbetrieb Kindertagesstätten investierte in diesem Jahr ca. 23000 € Fördermittel in den Schulhort. Nach dem Auszug des Berufsschulzentrums konnte sich der Schulhort im Kellerbereich die Kinderküche einbauen. Im Außengelände erfolgte die Erweiterung der Spielbereiche.

2007 - Namensgebung zur 49.Grundschule "Bernard August von Lindenau"

2007

Auf der Suche nach einem neuen Schulnamen wurden 2006/07 die Ideen aufgegriffen, sich mit dem Namensgeber der Bernhardstraße intensiver zu beschäftigen. In Projekten erforschten die Schüler Leben und Wirken von Bernhard August von Lindenau, der als Minister im Königlichen Sachsen bis 1843 und als Kunstsammler seine Spuren hinterlassen hat. Die Kontakte zum Lindenau-Museum in Altenburg bestehen heute noch. Vielleicht war es ein Zufall, aber Lindenau war auch als Direktor der Sternwarte in Gotha und Herausgeber einer Astronomiezeitschrift ein Experte für Weltraumforschung und schlägt somit eine Brücke zum ehemaligen Schulnamen „Juri Gagarin“.

 

So beschloss am 8. Februar 2007 der Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden der 49. Grundschule den Eigennamen „Bernhard August von Lindenau“ zu verleihen, die offizielle Namensweihe erfolgte am 19. September 2007.

 

2008

Nach dem 40-jährigen Schuljubiläum wechselte der Schulleiter Frank Meyer als Schulreferent in die Sächsische Bildungsagentur, Herr Uwe Schmidt leitet seitdem die Schule mit Frau Kerstin Meyer als stellvertretende Schulleiterin. 2015 übernahm Frau Utta Taupadel diese Funktion.

 

2010 – 2012

Mit der Errichtung einer Boulderwand auf dem Spielplatz, der Errichtung von zwei Trinkbrunnen und der Instandsetzung der Treppen in den Innenhöfen unterstützte der Förderverein weiterhin tatkräftig die Schulgemeinschaft.

 

Mit Beginn des Schuljahres 2012 kann nun auch der Schulgartenunterricht in einem neu errichteten Schulgarten absolviert werden. Im Frühjahr 2013 unterstützten uns zahlreiche Eltern bei der Neugestaltung der grünen Oase neben der Sporthalle.

 

Nach 45 Bestandsjahren ohne größere Sanierungen wurden nun endlich die drei Zugänge an der Südseite erneuert, am Seiteneingang wurde ein barrierefreier Zugang errichtet. Weitere Bemühungen zur Komplettsanierung führten trotz der Unterstützung engagierter Eltern zu keinem Erfolg. Auch Politiker aller Fraktionen von Stadtrat und Landtag erkannten das Problem, konnten jedoch keine Lösung herbeiführen. Auch der Vorschlag, ein neues Gebäude nach aktuellen Schulbaurichtlinien auf dem Schulgrundstück zu bauen und das marode Gebäude abzureißen wurde von der Verwaltung abgelehnt.

2013

So war der 14. Oktober 2013 ein Glückstag für die Schule.

Der Dresdner Daniel Fischer, der sich hobbymäßig und sehr intensiv mit der Architekturgeschichte dieses Schultyps „Dresden Atrium“ beschäftigte, erkannte den Wert dieses Objektes mit vielen noch erhaltenen Einzelmerkmalen. So erfolgte die Unterschutzstellung des Schulgebäudes durch das Landesamt für Denkmalpflege als Kulturdenkmal.  

 

Die anfängliche Skepsis aller Beteiligten, ob diese Entscheidung Fluch oder Segen für unsere Schule bedeutet, wich der Vorfreude auf die Umsetzung des Vorhabens.

 

2014-2015

Ab 2014 begann die Erfassung der Bausubstanz durch den Architekten Herrn Möser und die Ausschreibung der Planungsleistungen.

 

Eine neue Situation entstand durch das Herabfallen von Putzflächen in Klassenräumen, wonach in den Sommerferien 2015 der Abriss aller Putzdecken im gesamten Schulgebäude erfolgte. Dies bedeutete die erste Auslagerung der Hortkinder für die Ferienzeit ins Gebäude des ehemaligen Fritz-Löffler-Gymnasiums.

 

2016

Am 21. Januar beschloss der Dresdner Stadtrat die Komplettsanierung unseres Schulgebäudes unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten. Beauftragt wurde das Architekturbüro isfort & isfort.

 

Damit erfolgte am 1. September der offizielle Baustart. Schule und Hort wurden ins ehemalige Schulgebäude der 127. Mittelschule auf dem Höckendorfer Weg 2 ausgelagert. Nach kurzer Bauverzögerung erfolgte in den Osterferien 2018 der Rückzug ins Stammgebäude.

 

Seit 2013 engagierten sich Eltern und der Förderverein zur Gründung der Arbeitsgemeinschaft „Unsere Schule – ein Denkmal“, die den Prozess der Bauvorbereitung und Sanierung aus Sicht der Schüler begleiten konnte. Höhepunkt dabei war die Verleihung des Sächsischen Denkmalpreises am 11. September 2016 im Barockschloss Zabeltitz. Die Ideen werden fortgesetzt in der Projektwoche vom 9. bis 13. April 2018 nach dem Rückzug in unser saniertes Gebäude, in der wir auch den 50.Geburtstag unserer Schule feiern können.